{"id":2501,"date":"2023-01-30T17:10:11","date_gmt":"2023-01-30T17:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/?p=2501"},"modified":"2023-01-30T17:12:28","modified_gmt":"2023-01-30T17:12:28","slug":"interview-mit-dr-tamara-pfeiler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/interview-mit-dr-tamara-pfeiler\/","title":{"rendered":"Interview mit Dr. Tamara Pfeiler"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.14.8&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.14.8&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.14.8&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.14.8&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Liebe Tamara, ich freue mich sehr \u00fcber Deine Teilnahme an diesem Interview. Vielen Dank dass Du Dir die Zeit nimmst! Der Circle of Compassion ist ja ein Verein, der sich mittels Strassenaktionen f\u00fcr die W\u00fcrde und die Rechte der Tiere einsetzt. Wir sind aber noch viel mehr: Uns ist es ein Anliegen, einen Raum f\u00fcr nachhaltigen Aktivismus zu kreieren. Eine Form von Aktivismus, welche viele Aspekte und vor allem auch den Menschen selbst mit einbezieht.<\/p>\n<p><strong>Bitte erz\u00e4hl unseren Aktiven und fleissigen Zuh\u00f6ren*innen doch erst einmal etwas \u00fcber Dich.<\/strong><br \/>Ich bin mit 28 auf Veganismus gestossen. Ich war damals schon Psychologin und habe promoviert. Es hat mich sehr besch\u00e4ftigt, dass ich das Thema wie wir Tiere behandeln und f\u00fcr die Befriedigung der menschlichen Bed\u00fcrfnisse nutzen selbst so viele Jahre umschifft habe. Das hat mich sehr erschrocken und als Psychologin wollte ich wissen, warum und ob es eine psychologische Erkl\u00e4rung gibt f\u00fcr dieses Ph\u00e4nomen, dass wir Menschen eigentlich sehr tierlieb sind und es uns ja eigentlich auch sehr wichtig ist, dass Tiere nicht gesch\u00e4digt werden, dass wir uns gegen Tiermissbrauch einsetzen, mit Tieren in Form von Haustieren zusammenleben, dass die meisten von uns als Kinder mit Geschichten und Bilderb\u00fcchern von Tieren grossgeworden sind und wir trotzdem in einer Gesellschaft leben, die so viele Tiere konsumiert. Und wir damit dieses unermessliche Tierleid unterst\u00fctzen und eigentlich auch daf\u00fcr verantwortlich sind, weil wir mit unserem Konsumverhalten dazu beitragen. Deshalb habe ich angefangen, mich intensiv mit der Psychologie des Tiereessens zu besch\u00e4ftigen, weil ich f\u00fcr mich eine Erkl\u00e4rung finden wollte, warum wir Menschen dies \u00fcberhaupt tun k\u00f6nnen. Dabei bin ich bald auf die Arbeit von Melanie Joy gestossen und auf Karnismus. Ich habe mich dar\u00fcber hinaus mit anderen wissenschaftlichen Arbeiten zu dem Thema auseinandergesetzt und selber angefangen, dazu zu forschen. Meine erste Arbeit dazu war tats\u00e4chlich, dass ich die Theorie des Karnismus von Melanie Joy mit amerikanischen Kollegen anhand sehr unterschiedlicher Stichproben in Amerika und Deutschland daraufhin untersucht habe, ob man diese Einstellungen auch quantitativ messen kann und konnte sagen: Ja, Karnismus l\u00e4sst sich messen. Und eben nicht nur messen, sondern als psychologische Eigenschaft beziehungsweise Einstellung beschreiben und untersuchen. F\u00fcr mich war erstmal allein das Verst\u00e4ndnis wie Karnismus wirkt sehr wichtig, weil Karnismus die Erkl\u00e4rung ist, warum wir Menschen in dieser Dissonanz leben, dass wir auf der einen Seite nicht m\u00f6chten, dass Tiere gesch\u00e4digt werden, sie auf der anderen Seite aber essen. Er erkl\u00e4rt auch, wieso so viele Menschen diese soziale Norm aufrechthalten, obwohl sie eigentlich gegen ihr Wertesystem verst\u00f6sst und warum so wenige Menschen \u00fcberhaupt erst ein Bewusstsein daf\u00fcr entwickeln, dass wir eben Tiere essen und kein Fleisch, keine Milch oder Eier.<\/p>\n<p><strong>Wobei kann Psychologie uns in unserem Leben als Veganer*innen helfen?<\/strong><br \/>Zum einen, um unser nicht-veganes Umfeld besser zu verstehen. Weil wir dann viel effektiver kommunizieren k\u00f6nnen, anstatt die anderen, also unser nicht-veganes Umfeld als Bedrohung oder sogar als den Feind wahrzunehmen. Oder anstatt auch darunter zu leiden, denn ich finde, die Psychologie gibt ganz viele Tools und Methoden mit an die Hand, wie wir zum einen an der Kommunikation arbeiten k\u00f6nnen, aber auch was wir f\u00fcr uns als Veganer*innen tun k\u00f6nnen, um uns immer wieder auf das auszurichten, was wir erreichen wollen. Denn, um nicht an dieser nicht-veganen Gesellschaft zu verzweifeln, braucht man sehr viel Ausdauer und auch ganz viele motivationspsychologische Elemente. Also m\u00fcssen wir schauen, wie wir uns nicht so schnell frustrieren lassen und am Ball bleiben, was wir tun k\u00f6nnen, um uns selbst zu managen, um mit unseren Emotionen umzugehen und wie wir mit dem Stress umgehen, damit wir nicht in den Burnout verfallen. Das sind alles psychologische Fragen und da kann Psychologie unglaublich gut dabei helfen, f\u00fcr sein Wohlbefinden einiges zu tun.<\/p>\n<p><strong>Ich durfte ja in den Genuss Deines Workshops &#8222;Psychologie f\u00fcr vegane Held*innen&#8220; kommen. Erz\u00e4hl doch mal, wie kam es zu diesem Workshop, und weshalb sollten wir alle den veganen Held*innen Teil in uns entdecken d\u00fcrfen?<\/strong><br \/>Weil Psychologie uns nicht nur in der Kommunikation mit unserem nicht-veganen Umfeld helfen kann, sondern uns Veganer*innen auch dabei helfen kann, gut auf uns aufzupassen, f\u00fcr uns motiviert zu bleiben und auch immer wieder genau zu schauen, was wir f\u00fcr unser Wohlbefinden tun k\u00f6nnen. Deshalb habe ich den Workshop \u201ePsychologie f\u00fcr vegane Held*innen\u201c kreiert. Deswegen habe ich auch andere Workshops und das \u201eVegan Mind Training\u201c entwickelt. In all diesen online Trainings geht es immer darum, dass ich genau das vermitteln m\u00f6chte, was jedes Individuum jeder Veganer, jede Veganerin f\u00fcr sich tun kann, um ein besseres Wohlbefinden f\u00fcr sich zu bewerkstelligen und besser klarzukommen in dieser nicht-veganen Welt. Nicht, um sich damit abzufinden, dass die Welt so ist wie sie ist &#8211; genau das Gegenteil ist der Fall. Sondern, um immer wieder die Kraft, Ausdauer und Motivation zu haben, um f\u00fcr die eigenen veganen Werte einzustehen. Den wenn es uns nicht gut geht, dann verliert jeder, nicht nur wir, sondern auch unser Umfeld und auch die Tiere. Aber wenn es uns gut geht, dann gewinnen eigentlich alle, denn dann sind wir Vorbilder f\u00fcr unser nicht-veganes Umfeld. Wir haben mehr Kraft, mehr Power, mehr Motivation f\u00fcr die Tiere. Dass es dir und mir gut geht, ist aus meiner Perspektive wirklich die Basis f\u00fcr alles.<\/p>\n<p><strong>Wissen aneignen vs. authentisch sein und sich zeigen &#8211; m\u00f6chtest Du uns dazu noch etwas sagen?<\/strong><br \/>Nat\u00fcrlich hat jede Veganer*in nach der Umstellung auf vegan erstmal das tiefgreifende Bed\u00fcrfnis, sich viel Wissen anzueignen, allein schon \u00fcber die Ern\u00e4hrungsfrage \u2013 was ist gesund, auf was muss ich achten? Ich habe gemerkt, dass das grosse Thema der allermeisten ist, dass sie sich in Gespr\u00e4chen nicht verletzlich zeigen k\u00f6nnen ohne in eine Opferposition zu fallen. Das heisst, die allermeisten von uns versuchen, rein rational zu argumentieren, weil wir uns so auch ein St\u00fcck weit sch\u00fctzen, indem wir unsere Emotionen und was uns verletzt, nicht mit anderen teilen m\u00fcssen.<br \/>Und meiner Meinung nach geht es mehr darum, dass wir schauen, wie wir uns mit uns selbst und unseren schweren Emotionen so sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen, dass wir sie teilen k\u00f6nnen. Und auch andere \u00fcber dieses Teilen dazu einladen k\u00f6nnen, die Welt mit unseren Augen zu sehen, aber ohne bei dem anderen Schuld- oder Schamgef\u00fchle auszul\u00f6sen. Denn wenn wir unsere Emotionen mit einem latenten Vorwurf teilen, f\u00fchrt dies meistens zu Konflikten. Was nat\u00fcrlich nachvollziehbar ist, denn wenn wir selbst so einen Vorwurf haben, triggert das bei dem anderen direkt ein schlechtes Gewissen oder Schuldgef\u00fchle. Dies ist aus meiner Erfahrung meistens nicht das, was wir erreichen wollen, da es dazu f\u00fchrt, dass der andere abblockt und dichtmacht und nicht weiter bereit ist, das Gespr\u00e4ch mit uns weiterzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Du vertrittst die Ansicht, es sei nie eine rationale Entscheidung, ob wir Tiere essen oder nicht. Was bedeutet das f\u00fcr unseren Umgang mit (noch) Nicht-Veganer*innen?<\/strong><br \/>Es ist tats\u00e4chlich keine rationale Entscheidung, denn wir haben uns nie daf\u00fcr entschieden, Tiere zu essen. Wir sind alle in dieser karnistischen Norm aufgewachsen, die uns beigebracht hat, dass Tiere essen normal, nat\u00fcrlich und notwendig ist. Und die meisten Menschen haben sich eben nicht bewusst daf\u00fcr entschieden, ob sie Tiere essen oder nicht, sondern halten jetzt eine Gewohnheit aufrecht aufgrund ihrer \u00dcberzeugung, dass es eben so sein muss. Deswegen bedeutet das f\u00fcr mich, dass wir in der Auseinandersetzung und im Umgang mit Nicht-Veganern viel mehr \u00fcber diese psychologischen Mechanismen aufkl\u00e4ren sollten, die bei uns allen ablaufen. Daf\u00fcr ist es aber die Grundlage, dass ich erstmal verstanden habe, was die psychologischen Mechanismen sind und wie sie bei mir selbst wirken, bevor ich meinem nicht-veganen Umfeld erkl\u00e4ren kann, welche psychologischen Mechanismen bei ihm wirken.<\/p>\n<p><strong>Die meisten von uns wissen, dass Menschen die Tiere essen dies aufgrund Ihrer karnistischen Pr\u00e4gung tun. Was bedeutet jedoch das Thema Karnismus f\u00fcr uns, die wir ja vermeintlich dieses brutale Glaubenssystem hinter uns gelassen haben?<\/strong><br \/>In dem Moment wo wir immer noch gegen Karnismus in den Kampf ziehen, dadurch, dass wir zum Beispiel andere Menschen abwerten oder das Gef\u00fchl haben, unser nicht-veganes Umfeld sei in irgendeiner Form b\u00f6se, haben wir erstens Karnismus nicht so richtig verstanden und zweitens bedeutet das, dass Karnismus immer noch in uns wirkt. Vielleicht nicht mehr so, dass wir uns diesem hingeben, aber dass wir noch in Rebellion und im aktiven Kampf gegen Karnismus sind. Meine pers\u00f6nliche \u00dcberzeugung ist, dass wir den Kampf nur verlieren k\u00f6nnen. Schliesslich wollen wir keinen Gegner in unserem nicht-veganen Umfeld finden, sondern wir wollen Verb\u00fcndete. Das heisst, die viel bessere Frage ist, wie k\u00f6nnen wir unser nicht veganes Umfeld f\u00fcr unsere vegane Sache als Verb\u00fcndete gewinnen. Das ist meiner Meinung nach dar\u00fcber m\u00f6glich, dass wir sie \u00fcber Karnismus und das karnistische System und die Psychologie dahinter aufkl\u00e4ren. Das setzt, wie gesagt, voraus, dass wir uns mit unseren eigenen psychologischen Mechanismen schon auseinandergesetzt haben.<\/p>\n<p><strong>Was sind Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass uns manchmal Gespr\u00e4che mit anderen \u00fcber Veganismus so schwer fallen? Weshalb ist es f\u00fcr viele einfacher, mit fremden Menschen dar\u00fcber zu sprechen, als im n\u00e4heren Umfeld (Familie, Freunde, etc.)<\/strong><br \/>Das liegt daran, dass viele Kr\u00e4nkungen, Themen emotionaler Art vor allem bei Familien und Freunden noch schwerer wiegen, weil wir geliebt werden m\u00f6chten von diesen Menschen. Das heisst, da kommen ganz viele verschiedene Ebenen aufeinander, nicht nur das Thema Veganismus und Karnismus und wie wir uns ern\u00e4hren, sondern es spielen ganz viele Beziehungsthemen mit hinein, Themen von fr\u00fcher, bei denen wir uns sowieso schon missverstanden f\u00fchlen von unserer Familie oder wo wir Angst davor haben, dass wir jetzt nicht mehr dazu geh\u00f6ren. Vielleicht haben auch die anderen Angst, dass wir sie jetzt in irgendeiner Form jetzt deswegen ablehnen. All dies sind Gr\u00fcnde, die es vor allem mit unseren Lieben so schwer machen, \u00fcber dieses Thema zu sprechen.<\/p>\n<p><b>In Deinem Workshop thematisierst Du auch das Fleisch-Paradox, in dem der Kopf eigentlich weiss, worum es geht, der Mensch aber trotzdem beim Konsum tierischer \u201eProdukte\u201c bleibt, weil es weniger Energie ben\u00f6tigt.Weshalb f\u00e4llt es Menschen bloss so schwer, aus alten Gewohnheiten auszubrechen?<\/b><br \/>Das hat zum einen mit dem mangelnden Bewusstsein zu tun. Das heisst, das Fleischparadox ist nicht immer pr\u00e4sent, sondern die Menschen sind sich dar\u00fcber meistens nicht bewusst, weil sie karnistische \u00dcberzeugungen haben und weil wir in einer karnistischen Gesellschaft leben, die all diese Bewusstheit \u00fcber das Tierleid sozusagen unter den Teppich kehren. Diese Mechanismen machen es viel leichter, sich nicht damit auseinanderzusetzen. Deswegen ist es auch so schwer, aus diesen alten Gewohnheiten auszubrechen. Und es geht eben nicht nur um Gewohnheiten. Menschliche Gewohnheiten oder Automatismen sind ohnehin schon schwer zu durchbrechen, aber in dem Zusammenhang mit Karnismus und Veganismus geht es auch noch darum, dass ganz viele \u00c4ngste an das Aufgeben dieser Gewohnheiten gekn\u00fcpft sind. Das heisst, die Menschen haben nicht nur Angst, auf einen guten Geschmack zu verzichten, sondern vielleicht auch, nicht mehr dazuzugeh\u00f6ren, dass es in ihrem n\u00e4heren Umfeld zu Konflikten f\u00fchrt, dass das Thema Essen und Ern\u00e4hrung vielleicht schwierig ist, vor gesundheitlichen Aspekten etc. Das heisst, es f\u00e4llt den Menschen nicht nur schwer, aus alten Gewohnheiten auszubrechen, sondern es ist vor allem so schwer, weil f\u00fcr das nicht-vegane Umfeld so viele \u00c4ngste an Veganismus gekn\u00fcpft sind.<\/p>\n<p><strong>Ich habe in Deinen Workshops immer wieder geh\u00f6rt, wie wichtig Selbstf\u00fcrsorge und eine Psychohygiene sind. Das ist ein Thema, das meines Erachtens gerne erst als letztes betrachtet und angegangen wird. Weshalb f\u00e4llt uns das so schwer, und wieso sollten wir uns \u00fcberhaupt damit befassen?<\/strong><br \/>Es geht darum, dass unser Wohlbefinden die Basis f\u00fcr all unser Wirken ist. Es ist nicht nur ein Ph\u00e4nomen nicht im Veganismus, sondern generell in unserer Gesellschaft, dass es noch nicht wirklich angekommen ist, dass unser Wohlbefinden, vor allem das psychische, die Grundlage f\u00fcr alles in unserem Leben ist, f\u00fcr unser Wirken, f\u00fcr unsere Beziehungen: Alles beginnt in dir.<\/p>\n<p><strong>Hast Du den Leser*innen vielleicht Tipps (aus psychologischer Sicht) f\u00fcr eine erfolgreiche Kommunikation?<\/strong><br \/>Eine erfolgreiche Kommunikation ist immer dann am besten m\u00f6glich, wenn man sich mit sich sicher f\u00fchlt. Das bedeutet, dass man seine Gef\u00fchle nicht unterdr\u00fccken muss, sondern im Einklang damit ist, dass man traurig oder w\u00fctend oder verletzt ist. Das heisst, je sicherer du dich mit diesen Gef\u00fchlen f\u00fchlst, je mehr du dir selbst vertraust, je mehr du dich \u00f6ffnen kannst, zu dir und deinen Gef\u00fchlen und was dich umtreibt stehen kannst, umso erfolgreicher wird deine Kommunikation auch \u00fcber deine veganen Werte mit deinem Umfeld sein. Das heisst, auch da wieder: Eine erfolgreiche Kommunikation kann dann gelingen, wenn es dir damit gut geht. Das ist dann nicht nur in dem Moment wichtig, sondern es ist auch nachhaltiger. Es bringt nichts, wenn wir so kommunizieren und ausbrennen, weil wir die ganze Zeit denken, wir m\u00fcssten irgendjemand anderes sein.<\/p>\n<p><strong>Tamara, wir neigen uns leider bereits dem Ende dieses Interviews zu. Eine letzte Frage noch an Dich: Was m\u00f6chtest Du unseren Aktiven sowie den Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rern noch gerne mit auf den Weg geben?<\/strong><br \/>Es beginnt alles in dir. So wie du die Ver\u00e4nderung in dir einl\u00e4uten kannst dadurch, dass du vegan lebst, ist auch die Ver\u00e4nderung bereits in dir angelegt f\u00fcr inwiefern du als Veganer*in ein positives und anziehendes Vorbild bist f\u00fcr andere. Das heisst, das Allerwichtigste ist, dass es dir als Veganer*in gut geht und dich wohl in deinem Leben f\u00fchlst. Und wenn du merkst, dass du damit Schwierigkeiten hast und es dir nicht gelingt oder irgendwie schwerf\u00e4llt, es dir gut gehen zu lassen, dann ist mein ultimativer Tipp: Beginne damit und tue etwas f\u00fcr dich. Versuche, diese Themen f\u00fcr dich zu l\u00f6sen. Schau hin, warum dich gewisse Themen triggern, warum dich Sachen verletzen. Die allermeisten Themen dazu liegen ein bisschen weiter zur\u00fcck, die meisten in der Kindheit. Es ist egal, ob du hinschaust oder nicht, es beeinflusst dich die ganze Zeit. Das heisst, wenn du hinschaust, hast du zumindest die M\u00f6glichkeit, diese Themen f\u00fcr dich anzugehen und aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Das andere, was ich euch sagen m\u00f6chte, ist: Ich bedanke mich sehr herzlich bei euch, dass ihr vegan lebt und dass ihr euch f\u00fcr Veganismus einsetzt. Ihr seid f\u00fcr mich wirklich die Pioniere in unserer Gesellschaft. Herzlichen Dank daf\u00fcr!<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Tamara, ich freue mich sehr \u00fcber Deine Teilnahme an diesem Interview. Vielen Dank dass Du Dir die Zeit nimmst! Der Circle of Compassion ist ja ein Verein, der sich mittels Strassenaktionen f\u00fcr die W\u00fcrde und die Rechte der Tiere einsetzt. 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