{"id":629,"date":"2021-09-11T14:26:56","date_gmt":"2021-09-11T14:26:56","guid":{"rendered":"https:\/\/circle-of-compassion.ch\/wordpress\/?p=629"},"modified":"2022-09-20T08:54:08","modified_gmt":"2022-09-20T08:54:08","slug":"ja-zur-tierversuchsverbotsinitiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/ja-zur-tierversuchsverbotsinitiative\/","title":{"rendered":"Ja zur Tierversuchsverbotsinitiative"},"content":{"rendered":"<p>Alle 54 Sekunden stirbt ein Tier in einem Schweizer Versuchslabor. Das sind j\u00e4hrlich \u00fcber eine halbe Million f\u00fchlende Lebewesen, die grausamen Experimenten f\u00fcr Kosmetik und Pharmakologie zum Opfer fallen. Nebst M\u00e4usen und Ratten werden Hunde, Katzen, Hamster, Affen, Fische und viele weitere Tiere misshandelt und get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Diese Zahlen der Tierversuchsstatistik zeigen aber nicht die ganze Wahrheit. Viele Tiere erf\u00fcllen nicht die f\u00fcr die Versuche gew\u00fcnschten Merkmale an Geschlecht oder Erbgut und fliesen deshalb nie in die offizielle Statistik ein.<\/p>\n<p>Es gibt prim\u00e4r zwei Hauptargumente, die ganz klar gegen Tierversuche sprechen.<\/p>\n<p>Als erstes sei hier die Ethik erw\u00e4hnt. Es gibt in der Ethik einen Schl\u00fcsselsatz, den wir bei Tierversuchen unbewusst umkehren: \u00abWas du nicht willst, das man dir tut, das f\u00fcge halt einem anderen zu.\u00bb Seit Darwin benutzen wir unsere unbestreitbare Verwandtschaft mit Tieren &#8211; und Verleugnen diese Verwandtschaft gleichzeitig, um unsere Grausamkeiten zu rechtfertigen. So glauben wir auf der einen Seite, dass aufgrund unserer \u00c4hnlichkeit zueinander R\u00fcckschl\u00fcsse aus Tierversuchen auf den Menschen gezogen werden k\u00f6nnen. Gleichzeitig rechtfertigen wir die damit einhergehenden Gr\u00e4ueltaten an den Tieren damit, dass Tiere ganz anders als wir Menschen sind.<\/p>\n<p>Zweitens sind Tierversuche wissenschaftlich als Forschungsmethode sehr ungen\u00fcgend. Hauptursache daf\u00fcr ist die unsichere \u00dcbertragbarkeit von Resultaten von einer Spezies auf die andere. Gerade einmal 5 Prozent aller Wirkstoffe, die sich in Tierversuchen bew\u00e4hrt haben, k\u00f6nnen diese Wirksamkeit in klinischen Studien an Menschen best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>J\u00e4hrlich \u00fcber eine halbe Million grausamer Versuche mit Todesfolge an unschuldigen Tieren \u2013 Die <a href=\"https:\/\/tierversuchsverbot.ch\/\">Tierversuchsverbotsinitiative<\/a> will diesem Schrecken ein Ende setzen.<\/p>\n<p>In den 90er Jahren kamen drei mildere Tierversuchsinitiativen zur Abstimmung. Es gingen alle drei verloren. Zwei Fehler von damals will das Initiativkomitee nicht mehr machen: Kuschen, wenn die meist an die Podien eingeladenen Tierversuchsforschenden weinerlich \u00e4usserten, dass sie ohne Tierversuche nicht mehr f\u00fcr den medizinischen Fortschritt garantieren k\u00f6nnen. Die Initianten hatten damals nicht erkannt, dass die Forscher diese Behauptung \u00fcberhaupt nicht belegen k\u00f6nnen. Denn sie sind Forschende, die nur Tierversuche anwenden und diese selbst nicht erforscht haben. Sie sind wohl Expert:innen auf ihrem Fachgebiet aber niemals in Sachen Forschungsmethoden. Diese werden von sogenannten Meta-Forschenden untersucht \u2013 und diese k\u00f6nnen belegen, dass das Gegenteil wahr ist.<\/p>\n<p>Der medizinische Fortschritt wurde durch die ungen\u00fcgende Forschungsmethode \u00abTierversuch\u00bb behindert. Wir w\u00e4ren l\u00e4ngst weiter in der Medizin und h\u00e4tten wohl die Geiseln der Menschheit &#8211; Diabetes, Krebs, Rheuma, \u00dcbergewicht, Herzinfarkt, Hirnschlag, Hypertonie, Alzheimer, Parkinson, Allergien, Autoimmunkrankheiten, Schizophrenie, Depressionen schon l\u00e4ngst unter Kontrolle \u2013 ganz ohne Tierversuche. Es ist ja fast eine Beleidigung der Forscherintelligenz, wenn jemand behauptet, Forschende w\u00e4ren bei einem Tierversuchsverbot v\u00f6llig hilflos. Sie k\u00f6nnen aus unz\u00e4hligen tierleidfreien Forschungsmethoden ausw\u00e4hlen und werden das garantiert auch sofort tun.<\/p>\n<p>Bitte k\u00e4mpft mit f\u00fcr die Tierversuchsverbotsinitiative. Der Lohn ist gross: \u201cTotal Animal Liberation!\u201c<\/p>\n<h3>Was kann ich tun?<\/h3>\n<p>Nicht nur f\u00fcr Medikamente und Kosmetik werden Tierversuche durchgef\u00fchrt. Auch hinter Produkten wie Reinigungsmittel, Hundefutter oder gar Lebensmitteln stecken Tierversuche.<\/p>\n<ul>\n<li>Kaufe keine Produkte, f\u00fcr die Tierversuche durchgef\u00fchrt oder in Auftrag gegeben wurden. Apps wie z.B. \u00abBunny Free\u00bb unterst\u00fctzen dich dabei.<\/li>\n<li>Informiere dein Umfeld \u00fcber das Leid der Tiere in Versuchslaboren und bitte sie, ebenfalls nur noch tierversuchsfreie Produkte zu kaufen.<\/li>\n<li>Wenn du an einer Universit\u00e4t studierst, an der Tiere zu Lehrzwecken seziert werden, lasse dich vom Kurs befreien und setze dich f\u00fcr eine tierfreie Lehre ein.<\/li>\n<li>Besuche wissenschaft-statt-tierversuche.de und erfahre mehr dar\u00fcber, warum die \u00abForschung am Tier\u00bb nicht funktioniert.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle 54 Sekunden stirbt ein Tier in einem Schweizer Versuchslabor. Das sind j\u00e4hrlich \u00fcber eine halbe Million f\u00fchlende Lebewesen, die grausamen Experimenten f\u00fcr Kosmetik und Pharmakologie zum Opfer fallen. Nebst M\u00e4usen und Ratten werden Hunde, Katzen, Hamster, Affen, Fische und viele weitere Tiere misshandelt und get\u00f6tet. Diese Zahlen der Tierversuchsstatistik zeigen aber nicht die ganze [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":631,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[99,97],"tags":[134,136,133,135],"class_list":["post-629","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-abstimmung-de","category-blog","tag-ethik","tag-forschung","tag-tierversuche","tag-wissenschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=629"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/629\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1141,"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/629\/revisions\/1141"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/631"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.circle-of-compassion.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}